Diagnosegeräte für Akkuzellen im Auftrag des Fraunhofer Instituts

Mobilität gehört heute zu den Grundbedürfnissen einer modernen Gesellschaft. Einschränkungen dieser Mobilität haben weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen für den Einzelnen bis hin zu ganzen Regionen. Im Rahmen eines grenzübergreifenden Projektes „Leuchtturm e-Mobilität“ wird unter der Führung der Fraunhofer Italia Research in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kärnten jetzt das Projekt „Akku4Future“ gestartet.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Gerätes zur Diagnose von Alterungseffekten und der Identifikation der möglichen Ausfallursachen von Akkuzellen.

Projekt „Akku4Future“

Das Anliegen des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines Diagnosegerätes für Akkupacks, wie sie z.B. in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden. Informationen über den Ladezustand (SOC - Stare of Charge), die Kapazität und den Gesundheitszustand (SOH - State of Health) erlauben dem Benutzer eine optimierte und zielgerechte Benutzung der Akkumulatoren. Die Ermittlung der Akkukapazität und des Zellen-Gesundheitszustandes durch das Diagnosegerät soll zu einem aktiven Recycling-Prozess beitragen sowie den Austausch einzelner Zellen im Zellpaket ermöglichen. Teil des Projekts ist unter anderem auch der Prototypenbau für Demonstrations- und Testzwecke. alpitronic ist im Projekt „Akku4Future“ Partner des Fraunhofer Italia Research und wird dieses mit Beratungsdienstleistungen insbesondere hinsichtlich der Modellierung von Akku-Zellen unterstützen.

Mehr zum Gesamtprojekt „Leuchtturm e-Mobilität“

Weitere Projektpartner des EU-Interreg IV-Projektes sind – neben dem Fraunhofer Institut Italia und der Fachhochschule Kärnten – die Entwicklungsagentur Kärnten GmbH, das TIS Techno Innovation Zentrum Südtirol sowie die Treviso Tecnologia, die Agentur Innovation der Handelskammer Treviso.
Eine eigeschränkte Mobilität ist mit einem Attraktivitätsverlust für den einzelnen, Gemeinden, Städte und ganze Regionen gleichzusetzen. Grenzübergreifend soll im »Leuchtturmprojekt e-Mobilität« zusammengearbeitet werden. Auf politischer Ebene wird das Thema Elektromobilität versucht, stark voranzutreiben, was sich in zahlreichen Projekten wie dem »Grünen Brenner Korridor«, dem H2-Projekt, äußert.
Elektromobilität stellt aus wirtschaftlicher Sicht ein enormes Potential dar. Alleine der Markt für Li-lonen Akkus wird für 2015 auf 4 Mrd. € geschätzt.

In der zweiten Phase wird dem Grenzgebiet durch den unmittelbaren Knowhow-Transfer hin zu den Unternehmen, ein Mehrwert geschaffen, der die Wettbewerbsfähigkeit sichern soll. Zwei weitere Bereiche, welche dieses Projekt als wesentliche Vorarbeit priorisieren, ist die Thematik der zukünftigen stationären Energiespeicher und das Thema Recycling von Altbatterien und Alt-Akkumulatoren. Obwohl stationäre Großenergiespeicher auch anderwärtige Technologien als elektrochemische Speicherverfahren verwerten, so werden mittlere Speichergrößenordnungen sehr wohl auf Akkumulatoren-Technologien zurückgreifen. Aufgrund des Kostenaufwandes werden hier die diagnostische Begleitung während des Betriebes über Akku-Zustand, Lade-Entladeverhalten, Kapazitäts-Speicherzustand eine wichtige Rolle spielen, vor allem in Form präventiver Wartungsplanung für Zwischenladungen, Austausch beschädigter Zellen, Temperaturüberwachungen und die Lebensdauer verlängernde elektrotechnische Maßnahmen.